Wärmebild-Vorsatzgeräte

Wir lehnen Wärmebild-Vorsatzgeräte zum Schießen strikt ab!

Wir raten daher vor einem Kauf solcher Geräte dringend ab !

Das hat seine Gründe:

  • Vermehrt kommt es durch die Klemm/Knebelmontage von objektivseitigen Vorsatzgeräten und bedingt durch die hohe Masse und den daraus resultierenden starken Rückstoßkräften zu schweren Beschädigungen des Zielfernrohres (Glasabsplitterungen der Objektivlinse im Bereich der Klemmung!) und Problemen mit der Montage. Siehe auch folgenden Testbericht (analog zu Wärmebildvorsätzen): https://www.geartester.de/articles/3183
  • Hindernisse in der Geschoßflugbahn wie Äste, Zweige, Blätter, Halme, Gräser usw. haben oft die gleiche oder eine sehr ähnliche Temperatur wie der Hintergrund. Sie sind mit dem Wärmebildgerät deshalb nicht oder so gut wie nicht zu erkennen. Folge: Geschossablenkung, übelste Treffer, komplizierteste Nachsuchen (Nähere Erläuterung s.u.)
  • Dieser Effekt des „Nichtsichtbarseins“ wird noch verschärft durch Hindernisse zwischen Schütze und Ziel, die außerhalb des Fokus liegen: Wird das Wärmebildgerät auf ein Stück Schwarzwild auf 100 Meter scharf gestellt, so sind Hindernisse im Nahbereich von 70 bis 0 Meter zunehmend diffuser, unschärfer und somit weniger sichtbar oder sogar unsichtbar. Folge: Bekannt (Nähere Erläuterung s.u.)
  • Entfernungseinschätzung mit Wärmebild extrem schwierig
  • Nur geringe Vergrößerung möglich
  • Treffpunktabweichungen bei unterschiedlichen digitalen Vergrößerungsstufen möglich
  • Oft ist beim Hintergelände im Bereich des Überganges zum Horizont nicht erkennbar, ob Kugelfang gegeben ist. Lebensgefahr!
  • Meteorologisch bedingte, sehr dynamische Bildveränderungen möglich, Situationen sind nie gleich, das macht die Beurteilung der Lage beim Schießen mit WBG so schwierig, trügerisch und gefährlich.
  • Wärmebild erzeugt kein reales Bild im herkömmlichen Sinne des “Sehens”. Wer Wärmebild zum Schießen nutzt, wird oft durch eine “Pseudosicherheit” zum Schuss verleitet. Teilverdeckte Wärmebilder suggerieren ein imaginäres, irreales Bild. Lebensgefahr!
  • Der Mensch weiß aus Erfahrung: Wenn ich nichts sehe, ist auch nichts da. Kann ich also kein Hindernis sehen, ist auch keines da. Dieses ist in der Welt der Wärmebildtechnologie FALSCH oder zumindest sehr trügerisch.  Bedingt durch den sogenannten “Cross-Over-Effekt” ist es häufig der Fall, dass Hindernisse in der Geschoßflugbahn für das WBG nicht detektierbar sind und somit nicht zur Anzeige gebracht werden können. (s.o.) Sie sind aber sehr wohl vorhanden! Bei Berührung mit einem Hindernis (oft reicht bei modernen Büchsenpatronen ein Grashalm!) wird das Geschoß mit hoher Wahrscheinlichkeit  abgelenkt, es zerlegt, zersplittert oder überschlägt sich. Die Folge sind unberechenbare, schlechteste Treffer oder übelste Teiltreffer von Geschoßfragmenten, schwerste Verwundungen, total unnötiges Leid fürs Wild und komplizierteste Nachsuchen.

All dieses wird auch dem “innovativsten” und “technikgläubigsten” (Auslands-) Jäger einleuchten. Wenn er nur ein wenig überlegt und auch nur halbwegs waidgerecht jagden möchte, wird er deshalb den auf den ersten Blick zwar oftmals verlockenden Gedanken an Wärmebildtechnik zum Schießen schnell verwerfen. Oft gehörte Argumente wie: “… da kann ich auch schießen wenn etwas Nebel ist”  oder  “…. ich kann Beute machen selbst wenn das Stück im Bestand steht” degradieren den “Jäger” zu einem (sorry für den folgenden Ausdruck) schießgeilen Killer. Die Verwendung von Wärmebildtechnik zum Schießen widerspricht n.u.M. ganz klar den Grundsätzen der Waidgerechtigkeit!!!

Wir wollen jagen, wir sind nicht im Krieg!

Wer Wärmebildtechnik zum Schießen nutzen möchte oder nutzt, ist auf dem besten Weg, die Jagd allgemein in Frage zu stellen, massiv das Ansehen der Jagd zu schädigen sowie die Jäger zu reinen Schädlingsbekämpfern herabzustufen. Wir wollen exakt ansprechen, sicher schießen und nicht eine Schußabgabe um jeden Preis, oft zu Lasten der Sicherheit!

Wie schon beschrieben: Bei Fragen bitte unbedingt anrufen. 05722 – 8 00 00 00