Infos zu Nachtsicht-Ziel/ -Vorsatzgeräten

Werte Kunden,

vermehrt werden aus Jägerkreisen Anfragen nach Nachtsicht-Ziel / -Vorsatzgeräten an uns gerichtet. Solche Geräte werden oft aus dem Ausland angeboten, wo der Besitz und Verkauf durchaus legal sein kann. Nachtzielgeräte werden an Stelle des Zielfernrohres direkt auf der Waffe montiert und müssen eingeschossen werden. Nachtsichtvorsatzgeräte sind Nachtsichtgeräte, welche vor ein Zielfernrohr montiert werden können. Man nutzt das Zielfernrohr und schaut mit diesem in ein Nachtsichtgerät mit spezieller Eingangsoptik. Diese Kombination findet überwiegend im militärischen Bereich Anwendung. Vermehrt werden ähnliche Geräte für den zivilen Markt angeboten.

Wir distanzieren uns hier ausdrücklich davon!

(Behörden oder Personen mit einer Ausnahmegenehmigung nach § 40 Abs. 4 WaffG sind selbstverständlich willkommen)

Solche Geräte werden explizit im deutschen Waffengesetz (Anlage 1, Unterabschnitt 1 Nr. 4.3) benannt, sie zählen zu den Nachtzielgeräten und verstoßen nach unserer Rechtsauffassung eindeutig gegen das Waffengesetzes, selbst wenn der Verkäufer / Kunde behauptet, solch ein Gerät nur mit dem Fotoapparat oder einem Fernglas zu nutzen. Solche Geräte besitzen eine interne Justiermöglichkeit des Strahlenganges und sind mit einer Montage zur Befestigung an einer Zieloptik ausgestattet. Sie sind somit n.u.R. bauartbedingt Zielgeräte und gem. Waffengesetz verboten. Selbst das Vorhandensein eines sogenannten BKA-Bescheides stellt n.u.R. für 99% aller deutschen Jäger keine Rechtssicherheit dar. Warum erläutern wir gerne telefonisch. Weiterhin ist nicht auszuschließen, dass solche Geräte auch in den Bereich des Kriegswaffenkontrollgesetzes fallen.

Können Sie es sich leisten, gegen das Waffengesetz / KrWaffKontrG zu verstoßen?

Bei einer Verurteilung verlieren sie mit großer Wahrscheinlichkeit Ihre Zuverlässigkeit,

Ihren Jagdschein, Ihre Waffen, Ihr Revier, Ihr Ansehen ….

Lohnt es sich? Haben Sie das nötig?

Ganz sicher nicht!

Ein Nachtsichtgerät ist zweifellos ein extrem nützliches Hilfsmittel bei der Jagd und beim Selbstschutz. Aber dann bitte legal und ohne Angst, etwas Verbotenes zu besitzen! Das r i c h t i g e Gerät kann sehr universell eingesetzt werden. Können Sie z.B. einen Knopfbock auf über 300 Meter in stockdunkler Nacht sicher ansprechen? Ist Ihr Nachtsichtgerät so kompakt, dass Sie es in der Jackentasche immer mitführen können? Können Sie mit Ihrem Nachtsichtgerät selbst auf größere Entfernung erkennen, ob es sich um eine Bache oder einen Keiler handelt oder ob die Bache ev. führt? Unsere Geräten können dieses und noch viel mehr! Haben wir Ihr Interesse geweckt? Hätten Sie Spaß an einem solch universell einsetzbaren und kompakten Gerät? Benötigen sie weitere Informationen? Lassen Sie sich unverbindlich beraten, sprechen Sie uns an !

Zum Schluß noch ein paar technische Informationen zu den sogenannten Vorsatzgeräten: Militärische Vorsatzgeräte sind sehr speziell und aufwändig konstruiert, sie werden in einem sehr komplizierten Verfahren mit extrem ausgesuchten Komponenten in höchstpräzisen Anlagen gefertigt, montiert und justiert. Weiterhin werden diese Vorsatzgeräte auf einer separaten Montageschiene (überwiegend auf einer Picatinny-Schiene) vor dem Zielfernrohr montiert. Die spezielle Konstruktion in Verbindung mit ausgesuchten Komponenten, höchstpräziser Justierung und Montageart garantiert einen gleichbleibenden, festen Sitz. Das ist e n o r m wichtig, die geringste Veränderung am Vorsatzgerät führt oft zu großen Treffpunktabweichungen! Vorsatzgeräte müssen also genauso exakt montiert werden, wie Zielfernrohre selbst! Zivile Geräte sind in der Regel längst nicht so aufwändig konstruiert, montiert und justiert wie militärische Vorsatzgeräte. Zivile Geräten werden zudem überwiegend mittels eines einfachen Überwurfes und Klemmschelle auf dem Objektiv befestigt. Ob diese Montage wiederholgenau sein kann, überlasse ich der Einschätzung eines jeden potentiellen Anwenders (nur mal so: Warum werden eigentlich Zielfernrohre mit sehr teuren und höchst präzisen Montagen befestigt und nicht einfach mit Klemm-Schellen???) Durch die Montage eines Nachtsichtvorsatzgerätes am Objektiv eines Zielfernrohres entstehen durch die Hebelwirkung Kräfte, die äußerst negative Auswirkungen auf Zielfernrohr, Montage und Treffpunktlage haben können. Bitte bedenken: Solch ein Gerät sitzt auch beim Schuss vor dem ZF, die Kräfte des Rückstoßes tun ihr übriges! Weiterhin haben Vorsatzgeräte viele, viele weitere Nachteile und haben sich in der jagdlichen Praxis bei weitem nicht so gut bewährt, wie es oftmals den Anschein hat. Fragen Sie mal die Praktiker …….