Seit einigen Jahren scheint es einen Trend zu Nachtsichtgeräten zu geben, die vor einer Tageslichtoptik verbaut werden können. CML-Jagd hat sich diesem Trend bewußt nicht angeschlossen. Einem kleinen, scheinbaren Vorteil (Augenabstand) stehen sehr viele (oftmals elementare) Nachteile gegenüber. Mit großen, teils ganzseitigen Anzeigen in den einschlägigen Jagdzeitschriften wird dem interessierten Jäger suggeriert, dass diese, vor der Tageslicht verbaubaren Geräte, das „Nonplusultra“ sind. CML-Jagd widerspricht diesem ganz klar, aber lesen Sie ruhig weiter und entscheiden Sie dann. CML-Jagd ist seiner Linie zu professionellen, ultrakompakten, vielseitigen, präzisen und vor allen Dingen legalen Beobachtungs-Nachtsichtgeräten treu geblieben.

RV-Vorsatzgeräte

(werden am Objektiv, also vor einer Optik angebaut)

 Vorteile:

Keine Änderung des Augenabstandes beim ZF bei der Auslandsjagd (*)

Nachteile:

  • Verboten nach dem Waffengestz § 40 Nr. 1.2.4.2 (Warum dieses trotz eines sogenannten BKA Feststellungsbscheides für 99 % aller deutschen Jäger der Fall ist, erklären wir Ihnen gerne telefonisch)
  • Häufig auftretende Veränderung der Treffpunktlage (je weiter entfernt das Ziel, desto größer die Streuung). Kein Wunder, die exakt justierte Strecke zwischen dem ZF und dem Ziel (“die Waffe ist eingeschossen”) wird unterbrochen und darin wird eine Optik, das Vorsatzgerät platziert (*)
  • Oft Treffpunktabweichung nach dem ersten Schuß durch Rückstoß und Hebelkräfte.
  • Muß für die Verwendung an Schußwaffen intern extrem genau justiert werden (genau diese interne Justiermöglichkeit ist n.u.A. das Kennzeichen für das Verbot nach Waffengesetz, siehe oben) (*)
  • Durch interne Verstellmöglichkeit zusätzliche mögliche Fehlerquelle
  • Bauartbedingt immer groß, lang und schwer. (Länge ca. 20 – 30 cm, Masse ab ca. 600 g), enorme Belastung für die ZF-Montage
  • Kein uneingeschränkter universeller Einsatz möglich
  • Beim normalen Einblick mit dem Auge oftmals „Tunnelblick“
  • Keinerlei Einstellmöglichkeit für Dioptrienanpassung
  • Bei montiertem Gerät oft Probleme mit der Bedienung und Einstellung der Schärfe  (“… die Arme sind zu kurz”) (*)
  • Bedingt durch Länge, Masse und Lage des montierten Vorsatzgerätes gerät die Balance der Waffe aus dem Ruder. Dadurch zusätzliche Fehlerquelle beim Schießen bzw. beim Treffen (*)
  • Beobachtung mit dem normalen Auge oft erst nach Montage eines zusätzlichen Okulares in das Gerät möglich. Dadurch noch länger und schwerer. (Optik wurde halt für die Nutzung mit Tageslichtoptik und nicht fürs menschliche Auge konstruiert)
  • Montage auf ein ZF oftmals nicht möglich, da die ZF-Montage zu flach oder die Kimme im Wege ist. (*)
  • Schnelle Montage / Verwendung auf verschiedenen Waffen oft unmöglich / problematisch, da sehr häufig verschiedene Objektivdurchmesser (*)
  • Montage erfolgt mittels einfacher Klemm- / Schraubschelle am Objektiv (*)  Würden Sie Ihr Zielfernrohr auch mit einer einfachen Schlauchschelle auf der Waffe montieren? Nein? Nicht präzise genug? Und bei einem Vorsatzgerät soll es trotz so großer Hebel funktionieren? Interessant !!!  Militärische Geräte werden übrigens wie ein ZF auf einer Picatinnyschiene montiert.
  • Nur geringe Vergrößerung möglich, daher zum Ansprechen nur eingeschränkt nutzbar.
  • Bedingt durch die Lage des lichtstarken Objektives nahe der Laufmündung kann es durch das Mündungsfeuer zu Röhrenschäden kommen.

 

Restlichtverstärker-Beobachtungsgeräte von CML:

(damit kann man ins Okular jeder Tageslichtoptik schauen und deren Vergrößerung nutzen)

 

Vorteile:

  • Extrem klein, extrem vielseitig. Daher immer dabei und immer universell, umfassend und perfekt ausgerüstet.
  • Passt in jede Jackentasche, Länge ca. 10 cm, Masse ca. 300 g
  • Sehr großes Gesichtsfeld (40° – 48°)
  • In Kombination mit einem Fernglas / Spektiv Vergrößerung bis 60 fach (!!!) möglich. Dadurch ist selbst bei tiefster Nacht eine ungeeahnte Detailerkennbarkeit realisierbar (…hat die Bache angesogene Striche, hat der Hirsch wirklich keine Krone, usw)
  • Pirschen mit dem Nachtsichtgerät ist einfach genial. Das Angehen von Wild ist damit kein Problem.
  • Auch das Angehen zum Hochsitz und der schnelle Überblick ist problemlos machbar.  Autotür zu, Licht aus, Gerät aus der Tasche und schauen. Oft steht Wild schon draußen. Man sieht es rechtzeitig und kann sich entsprechend verhalten.
  • Eigene Sicherheit: Das Abbaumen und der Gang vom Hochsitz zum Auto ist mit einem CML-Gerät unentdeckt möglich, man kann total passiv gehen. Ein Blick zum abgestellten PKW stellt sicher, dass dort keine unliebsame Überraschung auf einen wartet.  (Sehen, ohne gesehen zu werden!)
  • In der fortgeschrittenen Dämmerung kann man mit dem Gerät hinter dem Fernglas Wild ansprechen. Es nimmt keinen Schaden, da die Vorsatzoptik Licht wegnimmt. Andere Geräte dürfen noch lange nicht eingeschaltet werden, da sie durch zu viel Licht beschädigt werden könnten.
  • Universeller Einsatz möglich (Ermüdungsfreie Wildbeobachtung, Ansprechen, Pirschen, Vergrößerungswechsel durch verschiedenste Tageslichtoptiken wie Fernglas, Spektiv ….. möglich)
  • Durchblick durch alle Tageslichtoptiken und auch ZF problemlos möglich (*)
  • Einzig legale Art, um in Deutschland bei Nacht zu schießen (wenn nicht mit der Waffe verbunden, z.B. handgehalten oder mit Kopfhalterung getragen, entsprechend einem BKA Feststellungsbescheid gem. § 2 Abs 5  i.V.m. § 48 Abs. 3 WaffG) Dieser Feststellungsbescheid ist NICHT zu verwechseln mit BKA Feststellungsbescheiden, wie sie für manche Vorsatzgeräte herausgegeben werden!!!!  Ein sehr häufiger, oft fataler Irrtum: Bescheide für Vorsatzgeräte erlauben in keinster Art und Weise eine Nutzung des NSG mit einer Waffe !!!! Zur Ausübung der Jagd sind zusätzlich die entsprechenden Jagdgesetze zu beachten (*)
  • Bei der Auslandsjagd sehr präzise. Schüsse bei Nacht über 300 m möglich (*)
  • Keinerlei Treffpunktabweichung. (*)
  • Sehr robust, stabil und hoch schockfest, da keinerlei interne Mechanik vorhanden ist
  • Keinerlei Justierung nötig (*)
  • Schnellwechselbare Verwendung an allen Tageslichtoptiken problemlos möglich

 

Nachteile:

Bei der Auslandsjagd und der Montage hinter dem ZF größerer Augenabstand (*)

 

(*) Unbedingt die Gesetzeslage der jeweiligen Länder beachten. Eine Montage an Waffen ist in Deutschland streng verboten.