Tipps und Tricks rund um die Lockmittel
Die Jagd ist so alt wie die Menschheit selbst. Von Anbeginn an versuchten die Jäger unter Anwendung von Hilfsmitteln wie Lock-Attrappen, Lauten und Duftstoffen ihr Jagdglück zu positiv zu beeinflussen. Diese Tipps und Tricks wurden von Jägergeneration an Jägergeneration weitergegeben und dabei stetig verbessert und verfeinert. Im modernen Zeitalter der Kommunikation werden die unterschiedlichsten Dokumentationen über Lockhilfsmittel wie Lockmittel, Lockinstrumente und Duftstoffe so wie deren Anwendung einem großen Publikum zur Verfügung gestellt.
Wir vom CML-Jagd-Team haben viele dieser Sachen getestet und bieten dem interessierten Jäger eine große Auswahl an zuverlässigen und ausgiebig erprobten Lockhilfsmitteln an.
Eines sucht man jedoch vergebens:
Das Mittel, bei dem man nach Öffnen der Dose vor lauter Wild kaum noch auf den Hochsitz kommt!
Das Geheimnis der allermeisten Lockhilfsmitte liegt in der regelmäßigen und konsequenten Anwendung. Wer sich daran hält, hat mehr Erfolg als jemand, der keine Lockmittel einsetzt oder ein Mittel nur sporadisch und unregelmäßig anwendet. Der Lock-Erfolg ist immer über die Zeit zu sehen!
Deshalb unser Rat: Wenden Sie die Lockmittel unbedingt regelmäßig an, dann stellt sich auch der Erfolg ein! Hier einige konkrete Emfehlungen:
Kirrung anlegen:
Geeigneten Platz aussuchen, Kirrung beschicken (regionale Jagdgesetze beachten). Um das Wild zur Kirrung zu lenken, kann man sternförmig auf den neuen Kirrplatz zulaufend Schleppen ziehen. Dazu eignet sich besonders Trümo-Lock. Das Konzentrat mit Wasser verdünnen, einen Lappen damit tränken und an einer Schnur auf die Kirrung zu ziehen. Gelegentlich nachtränken. In der Nähe der Kirrung wird ein Malbaum angelegt: Passenden Baum aussuchen und mit Holzteer oder Black Moschus bestreichen. Wirkt unwiderstehlich auf Schwarz- und Rotwild. Ebenfall hervorragend wirkt hier das CML-LoMi. Der intensive Geruch lockt das Wild von weit her. Einfach ein paar Tröpfchen auf ein Stück Filz oder einen kleinen Lappen und in 1 - 1,5 Meter Höhe aufhängen, ca. alle 10 Tage nachtropfen. Genauso wird das Schwarzwild-Phero oder Keiler-Matrix-Phero angewendet. Durch die Pheromone wird das Sexualverhalten angesprochen, das Wild folgt einem angeborenen Verhaltensmuster und kann hiervon nicht abweichen. Bedingt durch die fast ganzjährige Rausche kann das Mittel immer angewendet werden. Besonderen Erfolg hat es im Zeitraum Oktober bis Januar. Achtung, nie unmittelbar am Kirrfutter anwenden oder gar ins Futter geben!
Kirrung betreiben:
Ist die Kirrung angenommen, muß sie regelmäßig beschickt werden. Um dem Wild das Kirrfutter schmackhafter zu machen, kann man es verfeinern. Durch Zugabe von HogWild oder durch beizen mit Trümo-Trüffelbeize bekommt das Kirrfutter einen unwiderstehlichen Geschmack, das Wild handelt dann nach dem Motto:
"Einmal davon gefressen, die Stelle nie mehr vergessen!"
Wichtig ist das regelmäßige Ausbringen von Futter, das Wild muß immer etwas vorfinden. Es ist eine Überlebensstrategie unseres Wildes, dass es die Stellen wiederfindet, an denen es stetig Nahrung findet. In der Nähe der Kirrung kann man eine Salzlecke anlegen. Hiezu verwendet man Salzpaste. Man kann Salzpaste mit Trüffel oder Anis Aroma anwenden, oder aber das Salz mit Anisöl verfeinern.
Luderplatz:
Zum Anlegen und Betreiben eines Luderplatzes wird geeignetes Luder verwendet (auch hier: regionale Jagdgesetze beachten!) Es hat sich bewährt, mit Fuchsi-Aas eine Schleppe zum Luderplatz zu ziehen. Sternförmig aus verschiedenen Richtungen, Hauptwindrichtung beachten. Der Luderplatz sollte nicht aus einem stinkenden Luderschacht bestehen, ein Misthaufen ist eine alternative, gute Lösung. In den Misthaufen kann Luder eingebracht werden, die Verteilung von kleinen "Luderhappen" rund um den Luderplatz hat sich bewährt. Das Raubwild findet so auch Nahrung und kommt wieder. In der Nähe (nie direkt am Luder!) werden 2 - 3 Filzstückchen oder Läppchen mit Fuch-Phero beträufelt und in 0.5 - 1 Meter Höhe aufgehängt, ca. alle 10 Tage nachtropfen. Durch die Pheromone wird das Sexualverhalten angesprochen, das Wild folgt einem angeborenen Verhaltensmuster und kann hiervon nicht abweichen. Dieses Mittel ist besonders in den Monaten November bis Februar wirksam. An den ausgebrachten Stellen setzen auch die im Revier ansässigen Rüden und Fähen ihre Duftmarken. So entwickeln sich regelrechte Anziehungspunkte, die regelmäßig immer wieder von allen Füchsen auch von weither angelaufen werden.
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