Ganz klare Antwort: Beides, aber Nachtsichtgerät zuerst. Warum?

 

Wenn man die faszinierende neue Welt der Sensortechnologie betreten möchte, ist man oft erschlagen von der Auswahl der unterschiedlichsten Möglichkeiten und Anwendungen für den jagdlichen Bereich. Ein Wärmebildgerät scheint bei der ersten Betrachtung das Mittel der Wahl zu sein: Man kann auf große Entfernungen und selbst teilweise im Bestand oder im Gestrüpp erkennen, dass sich dort etwas befindet. Ein verlockender Gedanke! Doch was dann? Man kann oftmals nicht erkennen, um was es sich handelt, dazu reicht die Auflösung und Vergrößerung nicht aus, man kann mit einem WBG auch sehr schlecht Entfernungen einschätzen. Der detektierten “Hot-Spot” kann ein Hase auf 200 m sein, ein Reh auf 300 m oder eine Sau auf 400 m. Man hat eine Information, doch was dann? Es muß nicht immer jagdbares Wild sein, was man im WBG entdeckt. Viele Jäger haben schon einen Stein oder Brunnenring im Feld angepirscht, in der Hoffnung, es sei ein Keiler! Diese Gegenstände waren nur etwas wärmer als die Umgebung und wurden somit im WBG dargestellt. Ich erinnere mich an die Schilderung eines Jägers, der gegen den Wind eine Rotte mit Überläufern angegangen war, die er mit dem WBG ausgemacht hatte. Als er nah genug heran dran war und einen etwas abseits breit stehenden Überläufer durchs ZF anvisierte, musste er feststellen, dass es sich dabei um ein Schaf handelte! Ein Blick durch einen Restlichtverstärker hätte ihn viel eher von seiner Fehleinschätzung abbringen können. Mit einem Nachtsichtgerät (oder besser gesagt einem Restlichtverstärker) kann man sehr schnell erkennen, um was es sich denn nun wirklich handelt. Das Sehen durch einen Restlichtverstärker kommt dem menschlichen Sehen bei Tag sehr nahe, während ein Wärmebildgerät nur Temperaturunterschiede anzeigt, hier muß unser Gehirn die Bilder erst “auswerten”. Dieses ist mit viel Erfahrung verbunden. Besser ist als Erstanschaffung der Restlichtverstärker. Man ist damit vielseitiger und kann auch durchs Fernglas mit beliebiger Vergrößerung ansprechen und vieles mehr. Mit einem Restlichtverstärker kommt man den entscheidenden Schritt weiter!

Fazit:   Erst das Nachtsichtgerät (Restlichtverstärker), dann das Wärmebildgerät.

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